30/09/2010

Paradoxul vremurilor noastre

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de Octavian Paler

“Paradoxul vremurilor noastre în istorie este ca avem:
cladiri mai mari, dar suflete mai mici;
autostrazi mai largi, dar minti mai înguste.
Cheltuim mai mult, dar avem mai putin;
cumparam mai mult, dar ne bucuram mai putin.
Avem case mai mari, dar familii mai mici,
Avem mai multe accesorii, dar mai putin timp;
avem mai multe functii, dar mai putina minte,
mai multe cunostinte, dar mai putina judecata;
mai multi experti si totusi mai multe probleme,
mai multa medicina, dar mai putina sanatate.
Bem prea mult, fumam prea mult,
Cheltuim prea nesabuit,
Râdem prea putin,
Conducem prea repede,
Ne enervam prea tare,
Ne culcam prea târziu, ne sculam prea obositi,
Citim prea putin, ne uitam prea mult la televizor si
ne rugam prea rar.
Ne-am multiplicat averile, dar ne-am redus valorile.
Vorbim prea mult, iubim prea rar si urâm prea des.
Am învatat cum sa ne câstigam existenta, dar nu cum sa
ne facem o viata,
Am adaugat ani vietii si nu viata anilor.
Am ajuns pâna la luna si înapoi, dar avem probleme
când trebuie sa traversam strada sa facem cunostinta
cu un vecin.
Am cucerit spatiul cosmic, dar nu si pe cel interior.
Am facut lucruri mai mari, dar nu si mai bune.
Am curatat aerul, dar am poluat solul.
Am cucerit atomul, dar nu si prejudecatile noastre.
Scriem mai mult, dar învatam mai putin.
Planuim mai multe, dar realizam mai putine.
Am învatat sa ne grabim, dar nu si sa asteptam.
Am construit mai multe calculatoare: sa detina mai
multe informatii, sa produca mai multe copii ca
niciodata, dar comunicam din ce în ce mai
putin.
Acestea sunt vremurile fast-food-urilor si digestiei
încete; oamenilor mari si caracterelor meschine;
profiturilor rapide si relatiilor superficiale.
Acestea sunt vremurile în care avem doua venituri, dar
mai multe divorturi,
Case mai frumoase, dar camine destramate.
Acestea sunt vremurile în care avem excursii rapide,
scutece de unica folosinta,
moralitate de doi bani, aventuri de-o noapte,
corpuri supraponderale si pastile care îti induc orice
stare, de la bucurie, la liniste si la moarte.
Sunt niste vremuri în care sunt prea multe vitrine,
dar nimic în interior.
Vremuri în care tehnologia îti poate aduce aceasta
scrisoare si în care
poti decide
fie sa împartasesti acest punct de vedere,
fie sa stergi aceste randuri.
Aminteste-ti sa-ti petreci timp cu persoanele iubite,
Pentru ca nu vor fi lânga tine o eternitate.
Aminteste-ti sa spui o vorba buna copilului care te
veneraza, pentru ca acel copil va creste curând si va
pleca de lânga tine.
Aminteste-ti sa-l îmbratisezi cu dragoste pe cel de
lânga tine pentru ca aceasta este singura comoara pe
care o poti oferi cu inima si nu te
costa
nimic.
Aminteste-ti sa spui “TE IUBESC” partenerului si
persoanelor pe care le îndragesti, dar mai ales sa o
spui din inima.
O sarutare si o îmbratisare vor alina durerea atunci
când sunt sincere.
Aminteste-ti sa-i tii pe cei dragi de mâna si sa
pretuiesti acel moment pentru ca într-o zi acea
persoana nu va mai fi lânga tine.
Fa-ti timp sa iubesti, fa-ti timp sa vorbesti, fa-ti
timp sa împartasesti gândurile pretioase pe care le
ai.

11/01/2010

Your time

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If we take care of the moments, the years will take care of themselves. Maria Edgeworth

08/01/2010

Die traurige Traurigkeit

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Material utilizat la cursul de limba germana nivel a2

Das Märchen von der traurigen Traurigkeit von Inge Wuthe
Es war eine kleine Frau, die den staubigen Feldweg entlang kam. Sie war schon recht alt, doch ihr Gang war leicht, und ihr Lächeln hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens. Bei der zusammengekauerten Gestalt blieb sie stehen und sah hinunter. Sie konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das da im Staub auf dem Wege sass, schien fast körperlos. Sie erinnerte an eine graue Flanelldecke mit menschlichen Konturen. Die kleine Frau bückte sich ein wenig und fragte:
“Wer bist du?”
Zwei fast leblose Augen blickten müde auf. “Ich? Ich bin die Traurigkeit”, flüsterte die Stimme stockend und leise, dass sie kaum zu hören war.
“Ach, die Traurigkeit!” rief die kleine Frau erfreut aus, als würde sie eine alte Bekannte grüssen.
“Du kennst mich?” fragte die Traurigkeit misstrauisch.
” Natürlich kenne ich dich! Immer wieder hast du mich ein Stück des Weges begleitet.” “Ja, aber…”, argwöhnte die Traurigkeit, “warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst?” “Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Liebe? Du weisst doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtling einholst. Aber, was ich dich fragen will: Warum siehst du so mutlos aus?”
“Ich… bin traurig”, antwortete die graue Gestalt mit brüchiger Stimme.”Die kleine alte Frau setzte sich zu ihr. “Traurig bist du also”, sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf. “Erzähl mir doch, was dich so bedrückt.
“Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören wollen? Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht. “Ach, weisst du”, begann sie zögernd und äusserst verwundert, “es ist so, dass mich einfach niemand mag. Es ist nun mal meine Bestimmung, unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen. Aber wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich wie die Pest.”
Die Traurigkeit schluckte schwer. “Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich bannen wollen. Sie sagen: Papperlapapp, das Leben ist heiter. Und ihr falsches Lachen führt zu Magenkrämpfen und Atemnot. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Und dann bekommen sie Herzschmerzen.
Sie sagen: Man muss sich nur zusammenreissen. Und spüren das Reissen in den Schultern und im Rücken. Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Und die aufgestauten Tränen sprengen fast ihre Köpfe. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie mich nicht fühlen müssen.”
“Oh ja”, bestätigte die alte Frau, “solche Menschen sind mir schon oft begegnet.” Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen. “Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf, wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen… Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu.”
Die Traurigkeit schwieg. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schliesslich ganz verzweifelt. Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in ihre Arme. Wie weich und sanft sie sich anfühlte, dachte sie und streichelte zärtlich das zitternde Bündel. “Weine nur, Traurigkeit”, flüsterte sie liebevoll, “ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst. Du sollst von nun an nicht mehr alleine wandern. Ich werde dich begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr an Macht gewinnt.” Die Traurigkeit hörte auf zu weinen… Sie richtete sich auf und betrachtete erstaunt ihre neue Gefährtin: “Aber … aber – wer bist eigentlich du?”
“Ich?” sagte die kleine, alte Frau schmunzelnd, und dann lächelte sie wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen:
“Ich bin die Hoffnung!”